Detox entgiftung

Detoxikation im Detail

Die Entgiftung von Betäubungsmitteln ist ein sehr spezifischer Prozess. Es besteht die Meinung dass es besser sei je intensiver der Organismus entgiftet wird. Dies ist nur im Falle einer schweren Vergiftung logisch. Es kommt zum Paradoxon: die regelmäßige Einnahme von psychoaktiven Substanzen (Methadon, Heroin, Oxycodon, Morphium, Substitol, Subotex) und Benzodiazepinen (Xanax, Lorazepam, Valium, Rivotril, Dormicum) schädigt den Organismus langsam und unbemerkt, und für den Fall dass der Abhängige aufhört sie zu konsumieren befindet er sich sofort in einer intensiven Krise – das Abstinenzsyndrom. Betäubungsmittel verändern viele physiologische Prozesse des Organismus, der Abhängige funktioniert nur dann normal (er isst, trinkt, schläft, denkt, arbeitet) wenn er sich unter dem Einfluss der Droge befindet. Verringert sich die Menge des Betäubungsmittels im Organismus fällt man in einen quälenden Zustand, das Abstinenzsyndrom. Schmerzen, Nervosität, Angst, kalt-warm Gefühle, Muskel- und Magenkrämpfe, Übelkeit etc. treten auf. Dies ist nur schwer auszzuhalten und der Abhängige wird alle Mittel in die Wege setzten um wieder an die Droge zu kommen da ihn nur eine neue Dosis davon „heilen“ kann. Aus diesem Grund sind unprofessionelle Versuche von der Sucht loszukommen meist uneffektiv oder sogar gefährlich, da die Abhängigen nicht in der Lage sind ihren Körper vor der Krise zu schützen.
Die Mechanismen des Abstinenzsyndroms und die Möglichkeiten der Entgiftung sind bereits gut erforscht. Wir haben uns mit Kollegen darüber ausgetauscht, internationale Konferenzen besucht und haben einen großen Erfahrungsschatz, daher praktizieren wir einige Modelle der Entgiftung unter Beachtung folgender Faktoren:
• Sichere Entgiftung
• Schmerzfreie Entgiftung
• Entgiftung auf schnellstmöglichem Wege
• Normalisierung von Metabolismus, Immunität, Kraft und Appetit
• Feststellung der Beendigung der Entgiftung mittels eines Test auf die Konzentration des Betäubungsmittels im Urin sowie ein Test mit Antagonisten
• Vorbereitung auf eine Blocker-Therapie
Abhängig vom Gesundheitszustand des Patienten, des Charakters der Krankheit, der Dosierung und Dauer der Betäubungsmittelkonsumation als auch den psychischen Eigenheiten des Patienten und seiner früheren Erfahrungen mit Entgiftungen wird ein individueller Entgiftungsplan erstellt. Am häufigsten ist dies eine Kombination der folgenden Methoden:
• ULTRA SCHNELLE ENTGIFTUNG VON OPIATEN – im Wesentlichen wird dabei die Befreiung der Rezeptoren von Heroin, Morphinen und Methadon unter der Verwendung von Antagonisten wie Naloxon, Naltrexon und Nalmefen. Dies ermöglicht zumeist dass die Krise verkürzt werden kann und der Patient die unangenehmsten Symptome selbiger nicht spürt, da seine Schmerzrezeptoren durch Anästhesie geschützt sind. Heutige Präparate als auch die Möglichkeit einer absoluten Anästhesie machten diese Methode harmlos. Diese Entgiftung führt geschultes Personal auf der Intensivstation durch.
• Neuro Jet Therapie ist die mildeste Methode welche die Funktion der opioiden Strukturen des Patienten normalisiert. Sie beruht darauf dass die beweglichen Neurostimulatoren zu einer ständigen transkranijalno Stimulation der Teile des Gehirns gebracht werden in welchem sich die opioiden Rezeptoren konzentrieren. Der Einfluss auf diese Bereiche des Gehirns stellt die Funktionen seiner natürlichen Strukturen wieder her und schützt den Organismus vor Schmerz durch natürliche, endogene Opioide. Dadurch werden sowohl die Symptome des Abstinenzsyndroms als auch der Bedarf an Medikamenten bedeutend verringert.
• Arzneimitteltherapie versteht die Verwendung von Medikamenten (Analgetika, Tranquilisatoren, Hypnotika, Psychostabilisatoren) um das Abstinenzsyndrom unter Kontrolle zu bringen. Es ist von äußerster Wichtigkeit dass keine Medikamente, welche selbst enormes Suchtpotential haben, d.h. wieder eine Abhängigkeit hervorrufen können, verwendet werden. Die Arzneimitteltherapie schließt auch Vitamin-, Aminosäuren- und Mineralinfusionen sowie Neuro- und Hepatoprotektoren.
• Plasmapherese ist eine der erfolgreichsten Methoden um den Organismus von Toxinen zu reinigen. Das Blut des Patienten fließt mit Hilfe eines Apparates durch eine spezielle Membran, welche einen Filter für giftige Toxine, Betäubungsmittel und beschädigte Zellen darstellt. Plasmapherese verringert nicht nur die Symptome des Abstinenzsyndroms sondern treibt auch den Metabolismus wieder an und stärkt das Immunsystem. Sie wird auch in anderen bereichen der Medizin als probates Mittel gegen Allergien und Autoimmunen Reaktionen eingesetzt. Sportler verwenden diese Methode um sich nach einer Periode intensiver Verwendung von Steroiden wieder zu erholen.
• Therapie mit Xenon-Gas – Xenon ist ein rares medizinisches Gas welches die Arbeit des zentralen Nervensystems kontrollieren kann. Durch die Inhalation des Gases können Krisenherde im Gehirn, welche beim Patienten Unruhe, Nervosität, Schmerz, das Verlangen nach der Suchtmittelkonsumation auslösen, beruhigt werden. Bekommt der Patient Xenon, ist er für einige Stunden ruhig, fühlt sich gut, liest Bücher, nimmt an der Psychotherapie teil und kontrolliert sein Verhalten völlig. Das Gas wirkt sich nicht auf die Organe aus sondern wird mit dem Stoffwechsel ausgeschieden und hat keine schädlichen Folgen. Dies ist von Vorteil bei der Arbeit mit Patienten die eine geschädigte Leber, in schlechtem Gesundheitszustand sind oder schwere Zusatzerkrankungen haben.
Die Kombination der verschiedenen Methoden ermöglicht eine sichere, schmerzfreie und schnelle Entgiftung. Die Patienten sagen dass sie von der Krise nichts gespürt haben.