Die Behandlung von psychischer Abhängigkeit

Der hartnäckige Wunsch nach Betäubungsmittel macht die psychische Abhängigkeit aus. Das Verhalten des Patienten ist oft irrational. Solange er sich für den Aufenthalt im Krankenhaus vorbereitet will er ehrlich von der Sucht loskommen, sein Leben ändern, erfolgreich in Beruf und Sport sein, normale Freundschaften pflegen, in Frieden und Glück leben. Es passiert häufig dass die Gedanken des Patienten nach der Heilung gegensätzlich sind. Ihm ist langweilig, er würde sich gerne etwas konsumieren, ist unzufrieden mit dem Normalzustand und ihm fällt ein dass er ein Bier trinken und einen Joint rauchen könnte. Und wieder fängt alles von vorne an. Nach einiger zeit wird die Konsumation von Alkohol und Marihuana intensiver, der Abhängige kehrt in seinen problematischen Freundschaftskreis zurück. Lässt die Wirkung des gerauchten Joints nach sucht er nach etwas neuen um wieder einen „Flash“ zu spüren. Er kann nicht einschlafen oder sich entspannen solange er keine Substanz einnimmt, ist nicht in der Lage „sauber“ zu bleiben und beginnt wieder systematisch Betäubungsmittel zu nehmen. Worin liegt der Grund für diesen Teufelskreis? Weil Emotionen und Verhalten von zwei Faktoren reguliert werden:
• Neurochemische Reaktionen welche den „Hintergrund“ schaffen – gute oder schlechte Stimmung. Alles hängt vom Niveau der natürlichen und äußeren Substanzen ab welche die Prozesse im Gehirn verlangsamen.
• Willensmechanismen welche es ermöglichen Schmerz zu überwinden, Schwierigkeiten auszuhalten und aus dem Weg zu schaffen um ein Ziel zu erreichen als auch sich um andere zu kümmern.
Bei Abhängigen sind beide Faktoren zerstört weil ihr Verhalten von Wünschen und Instinkt und nicht vom Verstand geleitet ist. Folglich ist dem Abhängigen immer seine Zufriedenheit wichtiger als alles andere. Die Bedürfnisse andere Leute haben für ihn keinen Wert, soziale Normen sind ihm unwichtig, Lügen und Manipulation der übliche Weg um seinen bedarf an Betäubungsmitteln zu decken. Den Abhängigen ist nur eines wichtig – wie sie sich jetzt gut fühlen können ohne daran zu denken welchen Preis sie morgen dafür zahlen müssen. Die Veränderung der Persönlichkeit ist eines der Hauptmerkmale einer Suchterkrankung. Es besteht die Möglichkeit den Patienten von physischem Leiden zu befreien, den Organismus zu säubern und zu regenerieren, die Psyche zu stabilisieren, einen guten Schlaf und Appetit zu ermöglichen, sogar den Wunsch nach Drogen zu verringern – aber niemand außer ihm selbst kann ihm Verantwortung, Disziplin, Respekt und Liebe für die Nächsten, Motivation für den Erfolg und die Fähigkeit seine Ziele zu erreichen, zurückgeben. Dafür braucht es eine lange Zeit, welche häufig auch den wichtigsten teil der Behandlung ausmacht: die Resozialisation.
Was die psychischen Wünsche betrifft haben wir die Möglichkeit das neurochemische Missverhältnis im Gehirn zu normalisieren und den Wunsch nach Betäubungsmitteln bedeutend zu verringern. Die effizientesten Methoden um sich von obsessiven Gedanken zu Betäubungsmitteln zu befreien sind Therapien mit Xenon und Ibogain.
Ibogain ist eine einzigartige Substanz auf pflanzlicher Basis welche effizient die psychische Abhängigkeit blockiert. Es sind Fälle bekannt in welchen eine große Anzahl von Abhängigen ohne Erfolg versuchte sich zu heilen (Kommunen, Entgiftung, Narconon, Psychotherapie, Substitol-Therapie, Kirche etc.). Nach einer Seance mit Ibogain verloren sie das Interesse am Suchtmittel und begannen ein neues Leben.
Es besteht eine halbmystische Theorie über die große Kraft geistiger Reifung und kultischer-geistiger Macht von Ibogain welche früher in Afrika bei religiösen Ritualen Verwendung fand. Es gibt auch die gut organisierte wissenschaftliche Forschung zu NIDA, EMCDDA welche den Einfluss von Ibogain auf die neurobiologische Grundlage einer Suchterkrankung aufzeigten. Ibogain eliminiert den psychischen Wunsch effizienter als alle andern bekannten Möglichkeiten. Bei jenen Patienten welche sehr motiviert sind zu genesen kann Ibogain, unter der unablässigen psychologischen Vorbereitung, den Wunsch nach einer Lebensveränderung, Fehler der Vergangenheit zu bereinigen und von vorne zu beginnen hervorrufen. Das passiert wenn jemand bereits jahrelang mit seiner Sucht kämpft, Entscheidungen trifft aber alles beim Alten belässt. Auf einmal findet man einen Ausgang und versteht dass es auch ein Leben ohne Drogen gibt. Dies ist die geistige Wiedergeburt nach Ibogain, ein „mentales resetting“. Der andere positive Effekt von Ibogain ist der neurochemische. Unter seiner Wirkung beginnen viele Gehirnstrukturen normal zu arbeiten, die Vermittlungsstürme verschwinden und der Patient verspürt keinen Wunsch nach der Droge. Die Therapie hat diverse Nebenwirkungen und Risiken und sie ist nur nach einer vorangegangenen Diagnostik, Entgiftung und Verringerung der Arzneimitteltherapie durchzuführen um das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen zu vermeiden. Im Verlauf der Prozedur muss eine Überwachung und Aufsicht durch einen Psychologen gegeben sein. Nach der Ibogain-Therapie ist es notwendig die Ergebnisse auszuwerten und einen Plan für die weitere Rehabilitation aufzustellen.
Xenon löst keine psychologischen Veränderungen aus, ist aber effizient bei Patienten mit schweren psychischen Störungen. Im Fall von Depression, bipolarer Störung, psychotischer Episoden, Panikattacken und Epilepsie ist die Therapie mit Ibogain begrenzt. Es ist notwendig aktive Maßnahmen zur Korrigierung von Anspannung und psychischer Abhängigkeit zu ergreifen. Die Patienten leiden an Schlaflosigkeit, denken ständig an die Droge, das Fehlen von Freude, Energie und Willen ist die Rechnung die sie für erlebte Euphorie und Glück während des Drogenkonsums zahlen müssen, welches der klassische Jojo-Effekt (rebound effect) ist. Das Gehirn des Abhängigen braucht Hilfe um wieder in der Lage zu sein selbstständig und in Übereinstimmung mit der Situation seine natürlichen Neuroregulatoren zu produzieren. Dise Aufgabe lässt sich teilweise mit Medikamenten bewerkstelligen. Effizient ist hierbei die Neuro Jet Therapie, die besten Resultate in vielen Studien hat aber jene mit Xenon erbracht. Bei dieser Methode inhaliert der Patient mit Hilfe eines speziellen Apparates das Gas 20-30 Minuten. Er ist dabei bei Bewusstsein, kommuniziert mit dem Arzt und schläft nicht. Unruhe und Schmerzen gehen vorbei und das Gehirn wird von schlechten Gedanken über die Droge gereinigt. Das Gehirn erholt sich und die Wirkung hält über einige Stunden. Das Gas bleibt nicht im Organismus des Patienten, löst keine chemischen Reaktionen aus, der Patient fühlt sich nicht schwach, orientierungslos oder benommen. Xenon schützt außerdem die Neuronen. In der Neurologie und Neuroreanimation werden Xenon-Inhalationen verwendet um das Gehirn im Falle eines Hirnschlages oder einer anderen Verletzung zu schützen, Während es sich erholt un in einer Ruhephase befindet, erneuern die beschädigten Zellen ihre Funktionen in viel größerer Form. Der Hauptgrund warum dieses sehr effiziente Mittel nicht öfter verwendet wird ist seine Rarheit und sein hoher Preis. Die Therapie mit Xenon hat keinerlei Nebenwirkungen.